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Das TrostprojektHomepage der Evangelischen Akademie Baden in Bad Herrenalb
   
   
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In Kooperation mit 

Evangelische Erwachsenenbildung 
Evangelische Stadtkirche Karlsruhe 
Zentrum für Seelsorge 

 

Vom Trost und vom Ungetröstetsein

Philosophischer Trost

Peter Sloterdijk (Foto c: Stieber)

Prof. Dr. Peter Sloterdijk, Philosoph und Rektor der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, sprach im Rahmen der Vortragsreihe in der Kleinen Kirche Karlsruhe zum Thema "Vom Trost der Philosophie". Der Mensch - so Sloterdijk - kann in sein Schicksal

einstimmen oder es religiös zu überwinden suchen. Ihm bleibt die Revolte der existentialistischen Philosophie oder die psychoanalytische Trauerarbeit. Vielleicht muss er sich aber auch die Frage stellen: warum überhaupt Trost suchen?

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Universelle Trostmächte

Vom Trost der Gerechtigkeit

Klaus Nagorni Gertrude Lübbe-Wolff

Zum Thema "Vom Trost der Gerechtigkeit" sprach Prof. Dr. Gertrude Lübbe-Wolff, Richterin des Bundesverfassungsgerichts. Sie bezeichnete die Religion, die Liebe und die Gerechtigkeit als "universelle Trostmächte". Dabei machte sie auf die spannungsreichen Beziehungen zwischen diesen Trostmächten aufmerksam. Auch die Religion tröste mit der Gerechtigkeit, selbst wenn diese zumeist erst jenseits der irdischen Welt erwartet würde. Christliche Nächstenliebe und Gerechtigkeit stünden Verhältnis, das nicht konfliktfrei sei, da sich die Nächstenliebe an der Not des Einzelnen orientiere, die Gerechtigkeit aber bedacht sei auf das Einhalten von allgemeinen Regeln und Prinzipien. Akademiedirektor Klaus Nagorni überreichte Prof. Dr. Lübbe-Wolff nach ihrem Vortrag einen Schirm, der symbolisch für Trost und das Trostprojekt steht: schließlich ist Trost weder etwas bloß Innerliches noch Abstraktes, sondern bedeutet tatkräftige Hilfe, Schutz und Schirm in Nöten aller Art (Bild).

 

Grenzsituationen

Vom Trost in der Heilkunst

Klaus Nagorni Gertrude Lübbe-Wolff

Was Trost in der Heilkunst bedeuten kann war Thema eines Vortrags von Prof. Dr. Hans Ulrich Ulmer, Direktor der Frauenklinik am Städtischen Klinikum Karlsruhe, in der Kleinen Kirche Karlsruhe. Er verdeutlichte, dass manchmal auch der

beste Arzt mit seiner Kunst am Ende zu sein scheint: So werden immer wieder Erwartungen an ein Leben zerstört, bevor es richtig beginnen konnte, oder aus heiterem Himmel scheint ein Mensch vollkommen aus der Bahn geworfen, die Familie fühlt sich hilflos, alle Beteiligten sind  überfordert. In vielen Situationen sind die Betroffenen geschockt, Selbst- und Weltbild werden oft bis an die Grundfesten erschüttert. Derartige Grenzsituationen prägen den klinischen Alltag oftmals willkürlich, doch die Eventualität ist praktisch allgegenwärtig. Wie es den Beteiligten allen technischen und organisatorischen Abläufen zum Trotz gelingen kann, durch sachliche Erklärungen, Stärkung individueller Ressourcen und aufrichtiger Zuwendung zum Trostprozess beizutragen und ein Gesunden zu ermöglichen, war Gegenstand des Vortrags.

Übersicht Vorträge

Trost der Musik und Trost der Welt

Erfolgreiches Projekt

."Das Trostprojekt" setzte sich vom 7. November bis 8. Dezember 2010 mit dem Trost und dem Tröstlichen in seinen vielen Facetten auseinander. Die Veranstaltungsreihe mit Vorträgen, Gottesdiensten, "Trostkirche", Ausstellung, Oratorium sowie einer Akademietagung will zeigte, daß Trost nichts Abstraktes ist, sondern Schutz und Schirm in Nöten aller Art bedeutet. Veranstalter waren unter Federführung der Evangelischen Akademie Baden, die Evangelische Erwachsenenbildung Karlsruhe, die Stadtkirche Karlsruhe und das Zentrum für Seelsorge.

Palakat Das Trostprojekt

Die Reihe endete mit der Tagung "Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?" vom 3. bis 4. Dezember in der Evangelischen Akademie Bad Herrenalb. Sie will aus christlicher Sicht sichtbar machen, "worauf wir vertrauen können". Es sprachen Prof. Dr. Peter Riede (Tübingen), Prof. em. Dr. Volker Weymann (Freiburg), Prof. em. Dr. Oswald Bayer (Hennef), Dr. Dagmar Kreitzscheck (Heidelberg) und Prof. em. Dr. Ingo Baldermann (Siegen).

 

Klangfülle und Farbenpracht

Oratorium und Ausstellung

Einer der Höhepunkte des Trostprojektes war sicherlich die Aufführung des Oratoriums von Franz Schmidt "Das Buch mit sieben Siegeln" unter der Leitung von Christian-Markus Raiser. Im Rahmen des Trostprojektes interpretierte  die Künstlerin Christel Bak-Stalter (St. Ingbert) in einem Zyklus von 56 Bildern das Oratorium „Das Buch mit sieben Siegeln“. Auf zwei Fluren des Evangelischen Oberkirchenrates (EOK) präsentiert die Künstlerin eine Fülle an Farben und Ausdruckskraft.

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SWR 2 Forum

Was kann uns trösten?

In SWR 2 Forum war unter dem Titel "Das schwere Herz wird nicht durch Worte leicht - Was kann uns trösten" eine Sendung zum Trostprojekt zu hören. Gesprächspartner waren Prof. Dr. Georg Langenhorst, kath. Religionspädagoge und Trostforscher, Uni Augsburg, Prof. Dr. Verena Kast, Psychologin und Psychotherapeutin, Uni Zürich und Thomas Gutknecht, Präsident der Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis, die Gesprächsleitung hatte Karsten Umlauf, SWR-Baden-Baden.

Das SWR2 Forum mit Audiophiles

 

 

 
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